Was ist Alzheimer?
Alzheimer-Demenz ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung und die häufigste Form der Demenz. Sie macht ca. 60–70% aller Demenzkrankheiten aus. In der Schweiz leben schätzungsweise 155.000 Menschen mit einer Demenzerkrankung — die Mehrheit zu Hause, betreut von Angehörigen.
Bei Alzheimer werden bestimmte Nervenzellen im Gehirn geschädigt und sterben ab. Dadurch lässt zunächst die Gedächtnisleistung nach, bevor im weiteren Verlauf auch andere kognitive Funktionen betroffen sind.
Frühe Symptome von Alzheimer erkennen
Die Früherkennung ist entscheidend, da therapeutische Massnahmen im frühen Stadium am wirksamsten sind. Achten Sie auf:
- Gedächtnislücken: Insbesondere für kürzlich Erlebtes (Gespräche, Termine, neue Informationen)
- Desorientiertheit: Verwirrung über Datum, Wochentag, Jahreszeit oder den eigenen Aufenthaltsort
- Sprachprobleme: Schwierigkeiten, die richtigen Wörter zu finden oder Sätze zu vollenden
- Probleme mit vertrauten Aufgaben: Kochen, Bezahlen, Bedienen von Geräten fällt schwerer
- Persönlichkeitsveränderungen: Rückzug, Reizbarkeit, Misstrauen oder ungewohnte Stimmungsschwankungen
Verlauf der Alzheimer-Erkrankung
Alzheimer verläuft in drei Phasen:
Frühes Stadium (2–4 Jahre)
Im frühen Stadium sind die Einschränkungen noch gering. Die betroffene Person kann meist noch selbstständig leben, braucht aber zunehmend Unterstützung bei komplexen Aufgaben. Die Persönlichkeit bleibt weitgehend erhalten.
Mittleres Stadium (2–10 Jahre)
Im mittleren Stadium nehmen die Beeinträchtigungen deutlich zu. Unterstützung bei Körperpflege, Anziehen und Essen wird notwendig. Verhaltensveränderungen (Agitation, Schlafprobleme, Wandern) können auftreten.
Spätes Stadium (1–3 Jahre)
Im Spätstadium ist die betroffene Person vollständig pflegeabhängig. Sprachvermögen und Mobilität sind stark eingeschränkt. Intensive Pflege ist rund um die Uhr erforderlich.
Tipps für pflegende Angehörige
- Etablieren Sie eine klare, verlässliche Tagesroutine
- Vereinfachen Sie die häusliche Umgebung und sichern Sie potenzielle Gefahrenstellen
- Kommunizieren Sie klar, ruhig und in kurzen Sätzen
- Ermöglichen Sie weiterhin angepasste Aktivitäten (Musik, Spaziergänge, Handwerk)
- Holen Sie sich regelmässig Entlastung — zum Beispiel durch Curava
